Dreizehn Leben

Es ist neblig, es ist kalt – ein einsames Boot schaukelt auf den Wellen mitten im weiten Meer. Nach dem Angriff auf ein Passagierschiff ist nur noch dieses Rettungsboot übrig, auf dem nun dreizehn Jugendliche beginnen, um ihr Leben zu kämpfen. Anführer tun sich hervor, Essen wird rationiert und Grüppchen entstehen. Alle werden angetrieben von ihrer Angst, möglicherweise nicht zu überleben. „Es ist ein kraftvolles Gleichnis vom Überleben und der menschlichen Natur …

Es handelt von der dunklen Seite des Überlebenskampfes: Wahn, Paranoia und dem verzweifelten Drang nach Kontrolle“, beschreibt Fin Kennedy die Essenz des Stückes. Mit seiner neuen Fassung des Klassikers „Das Floß der Medusa“ von Georg Kaiser macht er sich frei von geschichtlichen Bezügen und wendet den Blick stattdessen in eine mögliche Zukunft. Er erzeugt eine negative Zukunft, in der die Kinder von einem namenlosen Krieg heimgesucht werden.

Der YoungActorsClub (14-18) – unter theaterpädagogischer Leitung von Mona & Kris Köhler – hat sich nach den letztjährigen Familienproduktionen ein andersartiges Stück für 2016 ausgewählt. Bunte Bilder und komische Figuren weichen einer düsteren und kalten Atmosphäre, die nach einer dichten und intensiven Kursarbeit in einer dramatischen Darbietung dem Zuschauer präsentiert wird. Wenn es um „Dreizehn Leben“ geht, sitzen alle im selben Boot.

Darsteller:
Maria Sichelschmidt, Timo Krok, Lisa Lange, Jamie Wood, Joey Wood, Eileen Czaja, Kira Schluck, Janna Krahn, Pauline Schmitz-Kahmen, Celina Müller, Emma Wewers, Madeleine Lennartz, Luisa Sonkol und Mattias Keppke

Regie und Inszenierung:
Mona & Kris Köhler